eutrophication
Eutrophierung ist die Überdüngung von Gewässern durch zu viele Nährstoffe, die zu Algenwachstum und Sauerstoffmangel führt.
Worum geht es?
Eutrophierung passiert, wenn Seen, Flüsse oder Meere zu viele Nährstoffe bekommen – vor allem Stickstoff und Phosphor. Das ist wie bei einem Garten, den man zu stark düngt: Die Pflanzen wachsen explosionsartig. Im Wasser sind das hauptsächlich winzige Algen, die sich rasant vermehren und das Wasser grün färben. Diese Nährstoffe kommen oft aus Düngemitteln der Landwirtschaft, Abwässern oder Waschmitteln, die ins Wasser gelangen.
Wie funktioniert es?
Der Prozess läuft in Stufen ab: Zuerst gelangen die Nährstoffe ins Wasser. Dann vermehren sich Algen explosionsartig – wie Unkraut nach dem Düngen. Wenn diese Algen sterben, werden sie von Bakterien zersetzt. Diese Bakterien verbrauchen dabei den Sauerstoff im Wasser – so wie ein Lagerfeuer den Sauerstoff in einem geschlossenen Raum aufbraucht. Am Ende bleibt sauerstoffarmes oder sogar sauerstofffreies Wasser übrig, in dem Fische und andere Tiere nicht mehr leben können.
Warum ist das wichtig?
Eutrophierung zerstört ganze Ökosysteme und macht Gewässer unbenutzbar. Fische sterben massenhaft, das Wasser riecht übel und wird ungenießbar. Seen können zu stinkenden grünen Suppen werden, in denen niemand mehr schwimmen möchte. Auch wirtschaftlich entstehen Schäden: Fischerei bricht zusammen, Tourismus leidet, und die Wasseraufbereitung wird teurer. Besonders problematisch sind sogenannte 'tote Zonen' in Meeren, wo gar nichts mehr lebt – wie unterwasser Wüsten, wo früher blühende Korallenriffe oder Fischgründe waren.